Vereins Chronik

Seit 2005 ist die Marktgemeinde Zirl um eine Facette reicher, seit mehr als fünf Jahren finden
Menschen in der Alpinen Gesellschaft Solstein eine Heimat, denen eines gemeinsam ist:
Die Liebe zum Bergsteigen!

Am 28. Dezember 2005 lud der Gründer und aktuelle Obmann Dr. Bernhard Huter ein paar Freunde
ins „Räuml“, den Treffpunkt der Alpenvereinsjugend Zirl, ein. Gemeinsam mit Kathrin, Bernhard,
Matthias, Robert und Thomas wurde über seine Idee der Gründung einer Hochgebirgsgruppe in Zirl
beraten. Die Beratungen sollten noch am selben Abend mit der Konstituierung des Vereines enden.
Am Rande des Karwendelgebirges unterhalb der beiden Solsteins und am Fuße der Martinswand
gelegen, ist Zirl dem Bergsteigen seit jeher in vielfacher Hinsicht verbunden. Die Martinswand als
„Kletterparadies“ ist weit über Tirols Grenzen hinaus bekannt und die „Alpenvereinsjugend Zirl“ ist
seit vielen Jahren ein beständig wachsender Verein, der in vielen jungen Menschen die Liebe zur
Natur und die Begeisterung für die Berge weckt.

Das war vor fünf Jahren die Vision von Bernhard: Er wollte ein Forum für bergsteigerisch begeisterte
Menschen schaffen, dessen Hauptaugenmerk auf Kletter-, Schi- und Gletschertouren im hochalpinen
Bereich liegt. Alpinisten sollten auch im Rahmen eines in Zirl beheimateten Vereines die Möglichkeit
haben, gemeinsam mit anderen Bergsteigern Bergfahrten zu unternehmen. Vor allem aber sollte der
neue Verein ein Angebot an junge Bergsteiger sein und, im Gegensatz zu den berühmten und
traditionsreichen Vorbildern, auch für Frauen offen sein.

Die Idee begeisterte und so folgte am 02. Feber 2006 die Gründungsversammlung, bei der es galt,
neben den üblichen Formalitäten zur Vereinserrichtung weitere wichtige Entscheidungen zu treffen.
Die Formulierung und Festlegung des Vereinszweckes in den Statuten musste sorgfältig überlegt
werden. Die Fragen, welchen Namen unser neuer Verein führen sollte und unter welchen
Voraussetzungen künftig interessierte Alpinisten Aufnahme in unseren Verein finden würden,
mussten beantwortet werden.

18 interessierte Bergsteiger folgten der Einladung von Bernhard und seinem Team zur
Gründungsversammlung und es war eine bunte Mischung die sich da einfand. 21 Jahre der damals
Jüngste, 57 Jahre der Älteste. Sieben Frauen wollten mit dabei sein und zwei „Pärchen“. Freunde, die
sich bereits seit vielen Jahren kannten, begegneten Anderen zum ersten Mal. Es war schon spannend
zu beobachten, wie Menschen, die vorher nichts miteinander zu tun hatten plötzlich plauderten und
diskutierten, als hätte man sich eh schon immer gut gekannt und nun endlich wieder einmal auf ein
Glas Bier und einen „Ratscher“ zusammengesetzt. War da vielleicht schon der gemeinsame
„Berggeist“ zu spüren?

Auf welchen Namen sollten wir unser neugeborenes Kind also taufen? Es gab natürlich viele Ideen
und Wortkreationen, aber bald war klar, dass nicht Zirler Wahrzeichen wie die Ruine Fragenstein
oder die Zirler Weingärten Pate stehen sollten. Es musste schon mehr mit den Bergen zu tun haben.
Auch der Name unseres Kaisers Max, der in der Martinswand in Bergnot geriet und seither
untrennbar auch mit Zirl verbunden ist, war schon an den weithin bekannten und anspruchsvollen
Klettersteig vergeben.

Gott sei Dank gibt es da noch unseren Hausberg, den Solstein. Dieser wunderbare Schiberg, der dem
Alpinisten im Winter als Belohnung für die Mühen des Anstieges eine 1000 Höhenmeter Abfahrt im
Pulver oder Firn verspricht, wurde unser Namenspatron. Unsere Gesellschaft wurde zur „Alpinen
Gesellschaft Solstein“ und viele kennen uns mittlerweine als „Die Solschtoaner“!

Über den Vereinszweck wurde bald Einigkeit erzielt und im §2 unserer Statuten in Worte gefasst:

§ 2: Zweck
Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet ist, bezweckt ein Forum für bergsteigerisch
begeisterte Menschen zu schaffen. In vollkommener Eigenverantwortung der Mitglieder sollten
Bergtouren bzw. Bergfahrten unternommen und das gemeinsame Bergsteigen gefördert werden. Das
Hauptaugenmerk liegt dabei auf Kletter-, Schi- und Gletschertouren im hochalpinen Gelände.
Der Verein ist parteipolitisch neutral und unabhängig.

Wer sich in diesen Zielen wiederfindet, das 18. Lebensjahr vollendet hat und dessen Aufnahmeantrag
nach einem Probejahr die Zustimmung der Generalversammlung findet, der ist bei uns willkommen.
In den fünf Jahren ihres Bestehens haben sich „Die Solschtoaner“ prächtig entwickelt, so jedenfalls
empfinden wir das. Die Zahl der Mitglieder und Aufnahmeanwärter ist mittlerweile auf 31
angewachsen (Stand Jänner 2011), wir konnten also in jedem Jahr neue Freunde in unserer Runde
begrüßen.
Die Jahreshauptversammlung und das Stiftungsfest, die Clubabende im Cafe Margret, die
„Solschtoanertour“ im Frühjahr auf unseren Hausberg und das An- und Abklettern sind beliebte
Fixpunkte unseres Vereinsjahres geworden.
Aus all den Touren in unserer Tiroler Heimat und den Bergerlebnissen in den Ost- und Westalpen
ragen mittlerweile zwei Auslandsfahrten als besondere Höhepunkte heraus.
Im Juni 2007 erkundete eine starke Solschtoaner-Truppe die Klettergärten des Velebit-Gebirges im
Nationalpark Paklenica in Kroatien. Wir fanden dort Touren in allen Schwierigkeitsgraden. Griffiger
Kletterfels und das angrenzende Meer ermöglichten eine spannende und erholsame Urlaubswoche.

Die Verbindung in einer Seilschaft vertiefte auch so manche Freundschaft und selbstverständlich
kamen auch gutes Essen und ein „mords Glachter“ bei einem Glas Bier nicht zu kurz.
Unser fünfjähriges Vereinsjubiläum führte uns zuletzt an den Äquator zu den Andengipfeln Ecuadors.
Die „Straße der Vulkane“ war unser Ziel und mit etwas Wetterglück und dank einer hervorragenden
Organisation durch Bernhard , Führung durch Peter , konnten wir alle Gipfel erobern. Der bis heute
aktive Vulkan Cotopaxi (5897 m) und Ecuadors höchster Gipfel, der Chimporazo (6310 m) waren
neben einem ausgelassenen Silvesterfest die bergsteigerischen Höhepunkte unserer ersten Bergfahrt
außerhalb Europas.

Das Projekt „Alpine Gesellschaft Solstein“ hat also einen erfolgreichen Start hingelegt. Zu diesem
Erfolg und zu unserer Geschichte gehören auch das Solsteinhaus und seine Wirtsleute Robert und
Jenny. Wir treffen uns zum jährlichen Stiftungsfest in der Alpenvereinshütte am Erlsattel und auch
während des Jahres sind wir dort immer willkommen. Robert hat immer ein offenes Ohr und oft auch
zu fortgeschrittener Stunde noch ein Bier für uns.

Am 28. Dezember 2005 lud der Gründer und aktuelle Obmann Dr. Bernhard Huter ein paar Freunde ins „Räuml“, den Treffpunkt der Alpenvereinsjugend Zirl, ein. Gemeinsam mit Kathrin, Bernhard, Matthias, Robert …